Parkettboden reparieren – So beseitigen Sie Kratzer und Dellen

Lesedauer: 10 Minuten

Parkettboden reparieren
Ein Parkettboden bringt Eleganz in Ihr Zuhause, doch Kratzer, Dellen und Risse können seine Schönheit beeinträchtigen. Mit den richtigen Techniken und Werkzeugen lassen sich viele Schäden einfach selbst reparieren.
 
In diesem Blogartikel erfahren Sie, wie Sie Ihren Parkettboden schnell und effektiv wiederherstellen und warum regelmäßige Reparaturen wichtig sind, um die Langlebigkeit Ihres Bodens zu sichern.

Die Notwendigkeit der Parkettreparatur: Gründe und Vorteile

Im Laufe der Zeit können Kratzer, Dellen und andere Schäden das Erscheinungsbild und die Funktionalität Ihres Bodens beeinträchtigen. Es ist wichtig, diese Schäden nicht zu vernachlässigen und regelmäßig Reparaturen durchzuführen.

Hier sind die Gründe, warum Sie die Reparatur Ihres Parkettbodens nicht aufschieben sollten:

  • Werterhaltung: Ein gut gepflegter Parkettboden behält seinen Wert und kann den Wiederverkaufswert Ihrer Immobilie erhöhen.
  • Langlebigkeit: Reparaturen verlängern die Lebensdauer Ihres Parkettbodens, sodass Sie viele Jahre Freude daran haben.
  • Optik: Regelmäßige Reparaturen sorgen dafür, dass Ihr Boden immer schön und gepflegt aussieht.
  • Sicherheit: Beschädigte Parkettböden können Stolperfallen darstellen. Reparaturen minimieren dieses Risiko.
  • Kostenersparnis: Kleinere Reparaturen sind kostengünstiger als eine vollständige Renovierung oder das Ersetzen des Bodens.
  • Schutz vor Feuchtigkeit: Durch Risse und Kratzer kann Feuchtigkeit eindringen, was zu größeren Schäden führt. Reparaturen verhindern dies.
  • Hygiene: Ein beschädigter Boden kann Schmutz und Bakterien anziehen. Reparaturen tragen zur Sauberkeit bei.
  • Komfort: Ein ebener, glatter Boden ist angenehmer zu begehen und trägt zum Wohnkomfort bei.
  • Ästhetik: Ein reparierter Boden harmoniert besser mit Ihrer Inneneinrichtung und trägt zur Gesamtschönheit Ihres Zuhauses bei.
  • Nachhaltigkeit: Durch Reparaturen vermeiden Sie unnötigen Abfall und tragen zur Schonung der Umwelt bei.

Fehler bei der Reparatur von Parkettböden – Was Sie beachten sollten

Bei der Reparatur können jedoch leicht Fehler passieren, die den Zustand des Bodens verschlimmern oder das Ergebnis beeinträchtigen. Hier sind einige häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten:

  1. Unzureichende Reinigung vor der Reparatur: Vor der Reparatur müssen Staub und Schmutz gründlich entfernt werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
  2. Falscher Farbton des Reparaturmaterials: Achten Sie darauf, dass das Reparaturmaterial den Farbton Ihres Parketts genau trifft, um unschöne Unterschiede zu vermeiden.
  3. Zu grobes Schleifpapier verwenden: Verwenden Sie feines Schleifpapier, um die behandelte Stelle glatt zu machen, ohne das umliegende Holz zu beschädigen.
  4. Reparaturstelle nicht richtig versiegeln: Nach der Reparatur muss die Stelle erneut versiegelt werden, um das Holz zu schützen und das Aussehen zu erhalten.
  5. Zu viel oder zu wenig Füllmaterial verwenden: Das Füllmaterial sollte in der richtigen Menge aufgetragen werden – zu viel kann schwer zu schleifen sein, zu wenig füllt die Delle oder den Kratzer nicht ausreichend.
  6. Holzkitt nicht richtig trocknen lassen: Lassen Sie den Holzkitt ausreichend trocknen, bevor Sie weiterarbeiten, um ein stabiles und haltbares Ergebnis zu gewährleisten.
  7. Reparatur bei falschen Bedingungen durchführen: Reparaturen sollten bei angemessenen Raumtemperaturen durchgeführt werden; extreme Kälte oder Hitze kann das Ergebnis beeinträchtigen.
  8. Verwendung ungeeigneter Werkzeuge: Nutzen Sie die richtigen Werkzeuge, wie Kunststoffspachtel und feines Schleifpapier, um das Holz nicht zu beschädigen.

Material und Werkzeug für die Reparatur von Parkettböden

Um Parkettböden effektiv zu reparieren, benötigen Sie eine Auswahl an spezifischen Materialien und Werkzeugen. Hier ist eine Liste der wesentlichen Dinge, die Sie vorbereiten sollten:

Material

  • Holzkitt/Holzpaste: Für das Füllen von Rissen und Löchern im Parkett.
  • Hartwachsstangen: Zum Auffüllen tiefer Kratzer und Dellen, besonders in stark beanspruchten Bereichen.
  • Holzöl/Parkettpflegeöl: Zum Auffrischen und Schützen der Holzoberfläche nach der Reparatur.
  • Versiegelungslack: Zum Abschluss der Reparatur, besonders bei versiegeltem Parkett.
  • Schleifpapier: Verschiedene Körnungen (grob und fein) zum Glätten der reparierten Stellen.
  • Farbpigmente: Zum Anpassen des Holzkitts oder Hartwachses an die Farbe des Parketts.

Werkzeug

  • Kunststoffspachtel: Zum Auftragen und Glätten des Holzkitts.
  • Hartwachsschmelzer: Zum Schmelzen und Auftragen der Hartwachsstangen.
  • Schleifmaschine: Für größere Flächen oder stark beschädigte Bereiche.
  • Stechbeitel: Zum Entfernen überflüssigen Materials und Glätten der reparierten Stellen.
  • Feuchttuch/Lappen: Zum Reinigen der Fläche vor und nach der Reparatur.
  • Farbrolle oder Pinsel: Zum Auftragen von Öl oder Lack auf die reparierten Bereiche.
  • Staubsauger: Zum Entfernen von Schleifstaub und Schmutz.

Diese Materialien und Werkzeuge helfen Ihnen dabei, Ihren Parkettboden effektiv zu reparieren und seine ursprüngliche Schönheit wiederherzustellen. 

Wenn Sie unsicher sind, welches Material oder Werkzeug für Ihren speziellen Parkettboden am besten geeignet ist, lassen Sie sich von einem Fachmann beraten.

Parkettschäden einfach beheben: Schritt-für-Schritt erklärt

Mit der richtigen Pflege bleibt Ihr Parkettboden jahrelang schön und strapazierfähig. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren versiegelten, geölten oder gewachsten Parkettboden optimal pflegen. 

Schritt 1: Parkettboden gründlich reinigen

Bevor Sie mit der Reparatur beginnen, stellen Sie sicher, dass der Parkettboden gründlich gereinigt ist. Saugen Sie den Boden ab, um Staub und Schmutz zu entfernen.

Wischen Sie den Boden anschließend mit einem nebelfeuchten Lappen ab und lassen Sie ihn vollständig trocknen. 

Kurz zusammengefasst:

  • Parkett absaugen
  • Parkett nebelfeucht wischen
  • Parkett vollständig trocknen lassen

Schritt 2: Parkett für die Reparatur vorbereiten

Nach der gründlichen Reinigung schleifen Sie den Parkettboden ab, um die beschädigte Stelle vorzubereiten. Saugen Sie den Schleifstaub ab und wischen Sie den Boden nochmals nebelfeucht ab.

Stellen Sie sicher, dass der Bereich, den Sie ausbessern möchten, komplett sauber und trocken ist.

Kurz zusammengefasst:

  • Parkett abschleifen
  • Parkett erneut säubern
  • Parkett trocken wischen

Schritt 3: Holzkitt vorbereiten

Wählen Sie einen Holzkitt, der farblich zu Ihrem Parkett passt. Um den Holzkitt noch besser an die Farbe Ihres Bodens anzupassen, mischen Sie ihn mit feinem Sägemehl.

Das beste Ergebnis erzielen Sie, wenn Sie den Schleifstaub Ihres Parketts verwenden. Diesen erhalten Sie beispielsweise nach dem Schleifen oder im Baumarkt.

Kurz zusammengefasst:

  • Passende Farbe des Holzkitts wählen
  • Holzkitt mit Sägemehl mischen

Schritt 4: Holzkitt auftragen

Tragen Sie den Holzkitt mit einem Kunststoffspachtel auf die beschädigte Stelle auf. Wiederholen Sie das Auftragen mehrmals, um sicherzustellen, dass der Kitt tief in die Schäden eindringt.

Glätten Sie die Oberfläche sorgfältig, um das spätere Abschleifen zu erleichtern.

Kurz zusammengefasst:

  • Holzkitt auftragen
  • Auftragen mehrfach wiederholen
  • Holzkitt glattstreichen

Schritt 5: Holzkitt trocknen lassen

Lassen Sie den Holzkitt vollständig trocknen, was in der Regel zwischen 12 und 24 Stunden dauert.

Markieren Sie den Bereich um die ausgebesserte Stelle, damit niemand darauf tritt oder die Stelle anderweitig belastet wird.

Kurz zusammengefasst:

  • Ausgebesserte Stelle markieren
  • Holzkitt trocknen lassen

Schritt 6: Ausgebesserte Parkett-Stelle schleifen und versiegeln

Sobald der Holzkitt getrocknet ist, entfernen Sie eventuelle Unebenheiten mit einem Stechbeitel. Anschließend schleifen Sie die reparierte Stelle mit feinem Schleifpapier glatt.

Reinigen Sie den Boden erneut gründlich, um alle Schleifstaubreste zu entfernen. Je nach Art Ihres Parketts versiegeln, ölen oder wachsen Sie die Stelle, um den ursprünglichen Glanz und Schutz wiederherzustellen.

Kurz zusammengefasst:

  • Unebenheiten entfernen
  • Fläche abschleifen
  • Boden reinigen
  • Holz versiegeln

Schritt 7: Pflegechemie einwirken lassen

Anschließend muss der Parkettboden gepflegt werden. Wenden Sie ein geeignetes Pflegemittel auf die reparierte Stelle und den umliegenden Bereich an.

Lassen Sie das Mittel für die empfohlene Zeit einwirken, um den bestmöglichen Schutz und Glanz zu gewährleisten.

Kurz zusammengefasst:

  • Geeignetes Pflegemittel auswählen
  • Kurz einwirken lassen

Effizient und nachhaltig: Warum ein Fachmann Ihr Parkett reparieren sollte

Ein Fachmann für Parkettreparatur bringt nicht nur das notwendige Know-how, sondern auch spezialisierte Werkzeuge und Materialien mit, um Schäden effizient und präzise zu beheben. Dies gewährleistet eine Reparatur, die nicht nur kurzfristig gut aussieht, sondern auch langfristig hält.

Fachleute können zudem beurteilen, welche Techniken und Produkte am besten geeignet sind, um die Lebensdauer Ihres Parketts zu verlängern und dessen natürliche Schönheit zu erhalten. Dadurch sparen Sie Zeit, vermeiden kostspielige Fehler und tragen gleichzeitig zur nachhaltigen Pflege Ihres Bodenbelags bei.

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Ing. Werner Tötzel

Experte für Parkettboden-Reinigung & Pflege

FAQ zum Thema Parkettboden ausbessern

Kleinere Kratzer lassen sich oft mit etwas Parkettöl oder -wachs ausbessern. Reiben Sie das Öl oder Wachs mit einem weichen Tuch in die Kratzer ein. Bei tieferen Kratzern kann Holzkitt in der passenden Farbe verwendet werden.

Bei einem Wasserschaden ist schnelles Handeln entscheidend. Entfernen Sie sofort das Wasser und trocknen Sie die betroffene Stelle gründlich.

Bei größeren Schäden sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen, um mögliche Schimmelbildung und dauerhafte Schäden zu verhindern.

Ja, kleine Dellen lassen sich oft mit einem feuchten Tuch und einem Bügeleisen ausbessern. Legen Sie das feuchte Tuch über die Delle und gehen Sie mit dem heißen Bügeleisen darüber.

Das Holz quillt auf und die Delle verschwindet. Bei tieferen Dellen kann Holzkitt notwendig sein.

Für die Reparatur von Kratzern und Dellen benötigen Sie in der Regel Holzkitt oder Wachs, einen Kunststoffspachtel, Schleifpapier und ein weiches Tuch. Für Wasserschäden können zusätzliche Trockengeräte erforderlich sein.

Wenn der Parkettboden stark abgenutzt ist, viele tiefe Kratzer aufweist oder die Oberfläche ungleichmäßig ist, kann Abschleifen notwendig sein. Ein Fachmann kann eine genaue Einschätzung geben und sicherstellen, dass der Boden fachgerecht behandelt wird.

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